Ihr Wanderulaub in TirolWestendorf das schönste Dorf EuropasUnterwegs in den Alpen....Kitzbühler AlpenFreizeit erleben – Freizeit geniessen Herzlich willkommen im Gasthaus Steinberg, in traumhafter, ruhiger Lage, im Naturschongebiet Windautal, direkt neben dem Steinbergstein und Lodron gelegen. Individuell, familiär, engagiert und qualitätsbewusst. Ein toller Ausgangspunkt für alle kulturelle und sportliche Aktivitäten. Steinberg,Hotel,Restaurant,Westendorf,Kitzbühel,Brixentahl,Alpen,Skiwelt,Wandern,Mountainbiken,Nordic Walking,Natur,Urlaub,Ferien,Gasthaus,Gasthof Westendorf ist eine Gemeinde mit einer Fläche von 95,52 km² und ca. 3.500 Einwohnern im Bezirk Kitzbühel im Bundesland Tirol, Österreich. Die Gemeinde Westendorf gehört zum größten Skigebiet Österreichs zum Wilden Kaiser - Brixental.
Die Gemeinde Westendorf ist einer der beliebtesten Winter- und Sommerurlaubsziel Österreichs. MIt ca. 430.000 Nächtigungen ist der Großteil im Winter in Westendorf zu Gast.
Tourismus - Attraktionen im Winter sind Skifahren und Snowboarden sowie Rodeln, Winterwandern und Langlaufen und vieles mehr.
Im Sommer sind die Grasberge in den Kitzbühler Alpen ein herrliches Ausflugsziel für Wanderer und Bergsteiger.
Ortschaften der Gemeinde Westendorf sind Achenberg, Au, Außersalvenberg, Bichling, Burgwegen, Feichten, Hechenmoos, Holzham, Hörhag, Kummern, Moosen, Mühltal, Nachsöllberg, Oberwindau, Rettenbach, Ried, Salvenberg, Schwaigerberg, Straßhäusl, Vorderwindau und Windau. Wandern aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Wandern ist eine Form des Gehens, eine Sportart oder Freizeitbeschäftigung, die in der Natur ausgeübt wird. Bergwanderung Man unterscheidet dabei zwischen „zweckfreiem" und „zweckgebundenem" Wandern. Zweckfreies Wandern dient dem Selbstzweck, der Erbauung oder Ertüchtigung, während zweckgebundenes Wandern früher zumeist speziellere Gründe hatte wie Forschung, Arbeitssuche, Walz, Flucht oder Handel. Die neue Art der Fortbewegung, das Wandern, wurde zum Symbol der aufklärerischen Emanzipation des Bürgertums vom Adel. Aufrecht im Gang blickte man nun in die Welt und beobachtete Volk und Natur ungetrübt von Kutschenfenstern. Unzählige aufklärerische Wanderer erkundeten im dritten Drittel des 18. Jahrhunderts Europa zu Fuß und schrieben ihre Erkenntnisse möglichst objektiv nieder. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf den sozialen und politischen Gegebenheiten der durchwanderten Gebiete. Als schillerndstes Beispiel gilt oftmals der Leipziger Johann Gottfried Seume, der 1801 zu einer Fußreise nach Sizilien aufbrach und nach neun Monaten über Paris nach Leipzig zurückkehrte. Anschließend an die Aufklärung übernahmen die Romantiker das Wandern und prägten sein Bild bis heute. Im Unterschied zu den Aufklärern war ihr Blick nicht mehr auf die sozialen und politischen Gegebenheiten gerichtet, sondern primär auf die Landschaft als Spiegel des eigenen Inneren. Sie suchten die Einsamkeit, um in ihr den Kosmos in sich selber zu finden. Im 19. Jahrhundert wurden zunehmend weniger Städte erwandert, sondern man ließ sich in Kutschen oder mit der Eisenbahn zu den Ausgangspunkten in der Natur bringen, wo man auf immer mehr vorgegebenen Strecken lief. Wurden die Aufklärer noch angefeindet oder schief angeschaut, so machten die Romantiker das Wandern salonfähig. Ausgeschilderter, gut ausgebauter Wanderweg 1883 in Fulda gegründet, ist der Deutsche Wanderverband die Dachorganisation der Gebirgs- und Wandervereine in Deutschland. Seine Mitgliedsorganisationen markieren und betreuen ehrenamtlich ca. 200.000 km Wanderwege. Im Verband sind 56 Gebietsvereine mit insgesamt 600.000 Mitgliedern organisiert. Zu den Satzungsaufgaben gehören neben der Wegearbeit und der Pflege des Wanderns auch Naturschutz-, Jugend-, Familien- und Kulturarbeit. Die 1895 in Wien gegründeten Naturfreunde ermöglichten erstmals das Wandern für eine proletarische Schicht. Mit starker sozialistischer Prägung eröffneten sie erste Naturfreundehäuser, in denen proletarische Wanderer billig übernachten konnten. Heute gibt es in Deutschland rund 450 Naturfreundehäuser. Zur gleichen Zeit kam die Jugendbewegung auf, die 1901 in die Wandervogelbewegung mündete. Die Wandervögel waren meist jugendliche Schüler und Studenten, die aus den Städten in die Natur flohen und durch eine neue Lebensweise gegen die wilhelminische Gesellschaft aufbegehrten. Die Deutsche Wanderjugend (DWJ) betont die gesundheitsfördernde Wirkung des Barfußwanderns. Zahlreiche Barfußparks in Deutschland, Österreich und der Schweiz ermöglichen eine erste Barfußwandererfahrung unter den gesicherten Bedingungen einer gepflegten und vielseitigen Freizeitanlage. Auch eine Wattwanderung eignet sich in idealer Weise zum Barfußlaufen. Das Wandern im bergigen Gelände wird als Bergwandern bezeichnet, wobei die Grenzen zwischen Wandern, Bergwandern und Bergsteigen nicht genau definiert sind. Im Allgemeinen grenzt sich das Bergwandern vom Bergsteigen durch den Klettereinsatz ab, doch im Sprachgebrauch einiger Gebirgsländer wird von „Klettern" erst gesprochen, wenn man die Hände zuhilfe nehmen muss. 2005 gab es in Österreich 416 Tote bei Alpinunfällen, im gleichen Jahr beklagte man 764 Verkehrstote. In Tirol standen sich 179 Alpintote und 57 Verkehrstote gegenüber. Bezogen auf Österreich ereigneten sich die meisten tödlichen Unfälle beim Bergwandern (130), dann folgte Klettern (36), Hochtourenbergsteigen (29). Nach einer schweizerischen Studie kommt auf 7.143 Wanderstunden ein Unfall. So gesehen ist von gängigen Freizeitsportarten nur das Schwimmen sicherer, während das Verletzungsrisiko beim Wintersport das des Wanderns 7,5-fach übersteigt (Fußballspielen 18-fach). Ursache tödlicher Alpinunfälle sind in 64% Stolpern, Ausrutschen und Absturz, in 21% Erschöpfung und Überlastung, die restlichen 15% verteilen sich auf Orientierungsverlust, Versteigen, Stein- und Blitzschlag, Hitze- oder Kälteschäden oder Lawinen. [1] Momentan findet eine Auferstehung des Wanderns zu Bildungszwecken statt. Lehrpfade mit Informationstafeln ersetzten den Wanderführer als Wissensvermittler und ermöglichen ein selbst bestimmtes Lernen und in jeder Hinsicht den Fortschritt in der selbst gewählten Geschwindigkeit. Eine Sonderform sind die Planetenwege, die ein verkleinertes Modell des Sonnensystems darstellen und in der Regel mit einschlägigen Informationen aufwarten. Nachtwanderungen sind Wanderungen, die überwiegend bei Dunkelheit durchgeführt werden. Diese können auch einen religiösen Hintergrund haben, z. B. der Aufstieg zum Sri Pada in Sri Lanka. Unter der Anleitung Erwachsener sind Wanderungen dieser Art speziell bei Kinder- und Jugendgruppen im Rahmen von Klassenfahrten oder Ferienaufenthalten beliebt und gängige Praxis. Hierbei spielt der Wandergedanke gegenüber dem Gruseleffekt eine eher untergeordnete Rolle. Naturisten suchen auf Nacktwanderungen in klassischer FKK-Manier die „totale Freiheit und Naturverbundenheit". Um Missverständnisse zu vermeiden, bevorzugen sie dabei weniger frequentierte Strecken. Aus Finnland stammt das „Nordic Walking", das als weitere gesundheitsfördernde Wanderart zunehmend Anhänger unter dem Begriff Nordic Trekking[2] findet. Diese Art der Bewegung mit Stöcken wurde dabei speziell auf die Wanderer abgestimmt und ist für lange Strecken geeignet. Hier geht es auch um den Geselligkeitsfaktor, denn die Wanderfreunde wollen sich während ihrer Touren auch unterhalten und die Natur genießen. Dennoch merken sie den Trainingseffekt durch den Einsatz der Stöcke in der Nordic-Walking-Technik. [3] Auf die Wandermönche zurückgehende Tradition des mehrtägigen bzw. sogar mehrwöchigen Unterwegsseins mit dem Ziel der Gottes-und/oder existenziellen Sinnsuche. Als Ziel für solche Wanderungen werden oft besondere Orte gewählt: Das sind einsame und entlegene Landschaften (z.B. das Gebirge bei Bergexerzitien), aber auch Pilger - und Wallfahrtsorte (z.B. Santiago di Compostella). Sportwandern beginnt bei organisierten Märschen ab 35 - 40 km. Dachverband in Österreich ist der ÖFS (Österreichischer Fachverband für Sportwandern, Weitwandern und Trekking, www.oefs.at. In der Schweiz oder Deutschland nehmen Sportwanderagenden Teilverbände des IVV (Internationalen Volkssportverband) wahr. Dieser Verband bietet im Allgemeinen Wanderstrecken über 5, 10 und 20 km an. Es werden aber auch längere Strecken, z.B. die Marathonstrecke (42 km) oder 50 km angeboten. Eine weitere Variante des Wanderns ist das Volkswandern. Bei einer Volkswanderveranstaltung werden verschieden lange Wanderstrecken angeboten, die man alleine oder in einer Gruppe durchwandern kann. Unterwegs gibt es in der Regel mehrere Verpflegungs- und Kontrollposten, so dass man kein schweres Gepäck mitnehmen muss. Viele Tourismusverbände bieten mehrtägige Touren an, bei denen das Gepäck der Wanderer gegen einen gewissen Aufpreis von Hotel zu Hotel transportiert wird. Häufig ist dies eine kreisförmige Route innerhalb eines bestimmten Gebietes (z.B. Schwarzwald, Pfälzer Wald, Fränkische Schweiz, etc.). Man kann sich auch auf eigene Faust eine Route zusammenstellen und bei den in Frage kommenden Hotels anfragen, ob der Gepäcktransport übernommen wird. Bei der Begehung von Weitwanderwegen, das sind einheitlich markierte bzw. beschilderte Wanderwege mit mindestens 40 km Weglänge, spricht man von weitwandern. Es setzt Ausdauer, Orientierungsgeschick und Organisationsgabe voraus. 1. ↑ Abgewandelt zitiert nach „Alpen tödlicher als Straßenverkehr", Medical Tribune, 12. Januar 2007, S. 12 Brigitte Wenninger: Der Eselsweg. Ein Wanderweg zum Genießen. CoCon-Verlag, Hanau Brigitte Wenninger: Quer durch den Spessart. Wanderungen entlang der Birkenhainer Straße. CoCon-Verlag, Hanau Knut Waldau, Helmut Betz: Berge sind stille Meister. München 2005, 2. Aufl. David Coulin: Die schönsten Gratwanderungen der Schweiz. AT-Verlag, 2005, ISBN 3-85502-936-9 David Anker, Eugen Hüsler: Wandern vertikal. Die Klettersteige der Schweiz. AT-Verlag, 2004, ISBN 3-85502-933-4 Heinz Staffelbach: Wandern und Geniessen in den Schweizer Alpen. AT-Verlag, 2006, ISBN 3-03800-208-9 Heinz Staffelbach: Urlandschaften der Schweiz - Die schönsten Wanderungen durch wilde Bergwelten. AT-Verlag, 2004, ISBN 3-85502-794-3 Spaziergang aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Ein Spaziergang (im 15. Jahrhundert von italienisch spaziare, ‚sich räumlich ausbreiten', ‚sich ergehen' entlehnt) ist das Gehen ("Ambulieren", "Flanieren") zum Zeitvertreib und zur Erbauung. Man kann z. B. im Wald, in Parks oder den Deich entlang, aber auch in Geschäftsvierteln der Stadt als Flaneur oder zum Schaufensterbummel spazieren. Spaziergänge können der Entspannung, der Erholung oder der beobachtenden und gedankenvollen Muße dienen. Menschen gehen auch wegen der Sonne, der frischen Luft, Bewegung und zum ‚Tapetenwechsel' spazieren. Ein Spazierstock erleichtert und beschwingt das Gehen. Der Ursprung des Spaziergangs ist das aristokratische „Lustwandeln" in Gärten und Barockparks, später kam eine soziale Komponente hinzu (Kontakte knüpfen, ungestört Gespräche führen). Die Entwicklung von Parks oder Promenaden hängt unmittelbar mit dem Spaziergang zusammen. Unter Bürgerlichen ist er im 18. Jahrhundert in Mode gekommen. Als Brauch war er zu bestimmten Zeiten in Deutschland sehr verbreitet – so der Osterspaziergang (vgl. dazu GoethesFaust I) oder Pfingstspaziergang. Beim sonntäglichen ‚Familienspaziergang' konnte dessen Gemächlichkeit für Kinder recht quälend sein. Nicht-Europäer mit anderen Traditionen der Muße halten den Spaziergang häufig für eine unnütze Beschäftigung. Manche Orte mit touristischer Bedeutung, Kurorte und Seebäder, haben meist Promenaden, auf denen man spaziert (promeniert oder flaniert). In Kurorten wurden hierfür eigens Rundwege angelegt, die Spaziergänge genannt wurden. Das langsame Gehen war ein wichtiger Bestandteil der Trinkkur. In Diktaturen wird die Form des Spaziergangs seiner Unabhörbarkeit wegen geschätzt. Nimmt man einen Hund zum Spaziergang ‚um den Block' mit, so spricht man auch vom „Gassi gehen"; hier verwischt sich freilich die Grenze zwischen Spazier- und Pflichtgang. Der Spaziergang in Literatur und Bildender Kunst [Bearbeiten] Ein berühmter Spaziergänger war Goethe (Ich ging im Walde so für mich hin, nach nichts zu suchen, das war mein Sinn.). An seiner bevorzugten Ruhebank im Frankfurter Stadtwald wurde später der Goetheturm errichtet. Literarisch bedeutsam wurde Der Spaziergang durch Friedrich SchillersElegie (so der ursprüngliche Titel), worin Schiller anhand des Beobachtens und Nachsinnens des bergauf Ziehenden seine eigene Natur- und Geschichtsphilosophie entfaltet. Das Gedicht schließt mit der befreienden Zeile Und die Sonne Homers, siehe! sie lächelt auch uns. (Siehe auch Homer.) Zum Beispiel eines solchen damals noch üblichen Riesenspaziergangs vgl. links das romantische Gemälde von Caspar David Friedrich. Auch haben dem Spaziergang z. B. Joseph von Eichendorff (O Täler weit und Höhen, | o frischer grüner Wald, | du meiner Lust und Wehen | andächt'ger Aufenthalt) und Adalbert Stifter (Der Waldgang) in ihren Werken viel Raum gegeben. Franz Kafka schrieb u. a. eine Parabel mit dem Titel Der plötzliche Spaziergang und verarbeitete das Motiv des Spaziergangs in einem Kapitel seines Werkes Beschreibung eines Kampfes. Robert Walser war ein begeisterter Spaziergänger und verarbeitete dies in seiner Prosaarbeit Der Spaziergang. Die an einer Universität etablierte Spaziergangswissenschaft plädiert für langsames Wahrnehmen - ein gesunkenes Kulturgut... Die Redewendung nach einer erfolgreichen Schlacht, Aufgabe oder Prüfung Das war ein Spaziergang soll ausdrücken, dass es eine leicht zu bewältigende Angelegenheit darstellte. Oder umgekehrt Das wird kein Spaziergang, sagt etwa ein Politiker vor einem Wahlkampf. Um gesehen zu werden, spaziert der Flaneur. Zu einem kleinen geschichtlichen Rückblick zum zu Fuß Gehen siehe Fußverkehr. Liebesleute "gehen miteinander" lange Wege, wenn ihnen die Sitte in der Öffentlichkeit nicht mehr erlaubt. Der Verdauungspaziergang ist ein umgangssprachlicher Begriff für mäßige körperliche Betätigung an frischer Luft nach dem Essen. Er findet häufig sonntags nach dem Besuch von Gaststätten und dann besonders im gehobenen Alter viele Fürsprecher. Zweck des Verdauungsspaziergangs ist eine Anregung der Darmtätigkeit. Die Bewegung unterstützt die Peristaltik des Verdauungstraktes. Zu der sportlichen Ausstattung der Anhänger des Verdauungsspaziergangs gehört neben dem festen Schuhwerk oftmals der Spazierstock. Ausgeübt wird die Betätigung meist in landschaftlich attraktiver Umgebung in Feld, Wald und Flur - fern der urbanenZivilisation. Gudrun M. König; Eine Kulturgeschichte des Spaziergangs. Spuren einer bürgerlichen Praktik 1780 - 1850. Wien, Köln Weimar 1996 ISBN 320598532X Fernwanderweg aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Fernwanderwege oder Weitwanderwege sind überregionale Wanderwege, die nicht innerhalb eines Tages erwandert werden können. Neben nationalen Fernwanderwanderwegen mit mehreren hundert Kilometern, gibt es inzwischen auch europäische Fernwanderwege mit mehreren Tausend Kilometern Länge. Fernwanderungen und Trekking-Touren umfassen daher meist nur einzelne Abschnitte dieser Strecken. Hauptwanderstrecken sind Wege, die in der Hierarchie von markierten Wanderwegen im Gebiet eines Wander- und Gebirgsvereins auf der obersten Ebene eingeordnet sind und im Gegensatz zu Ortswanderwegen durch die gesamte Region verlaufen. Das Wegzeichen ist häufig ein weißes Andreaskreuz. Je nach Vereinsgebiet werden aber auch andere Zeichen verwendet. Fernwanderwege wurden oft mit der einsetzenden Industrialisierung eingerichtet, um zusammenhängende Naturräume zu erhalten und dem Menschen zugänglich zu machen. Im Gegensatz zu vielen örtlich begrenzten Wanderwegen, die der Naherholung dienen, werden Weitwanderwege fast immer regelmäßig markiert und gepflegt. Diese Arbeit wird ehrenamtlich durch die überregionalen Wander- und Heimatvereine durchgeführt. Die Europäische Wandervereinigung (EWV) weist 11 Fernwanderwege in Europa aus; diese Wanderwege sind in weiten Teilen lokale oder nationale Wanderwege, die als Symbol europäischen Zusammenwachsens grenzüberschreitend verbunden werden. Weitwanderwege (Österreich) aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie In Österreich gibt es mehr als 100 regionale und überregionale Weitwanderwege unterschiedlicher Länge. Zehn davon werden als die „großen österreichischen Weitwanderwege" 01 bis 10 bezeichnet. Sie durchqueren die österreichischen Alpen und Voralpen, aber auch die Gebiete nördlich der Donau und zum Neusiedler See hin. Sie führen alle zumindest teilweise durch alpines oder hochalpines Gelände. Manche von ihnen sind auch Teil eines Europäischen Fernwanderweges. 1994 wurden vom Langenzersdorfer Fritz Peterka alle 10 großen, insgesamt rd. 7300 km langen österreichischen Weitwanderwege "in einem Stück" in 143 Tagen begangen. Diese Leistung wurde 1998 im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. Die 10 großen österreichischen Weitwanderwege [Bearbeiten] Weitwanderwege 1 bis 4 Weglänge: rd. 1260 km Tiefster Punkt: 123 m (Rust am Neusiedlersee) Weglänge: rd. 1270 km Tiefster Punkt: 118 m (Neusiedl am See) Höchster Punkt: 3.407 m (Venedigerscharte in den Hohen Tauern) am Hauptweg. Wanderführer: Zentralalpenweg 02, 4. Auflage, 2006, Standardwerk seit 1978, Fritz Peterka, Verlag Wienerland, www.wienerland.at Weglänge: rd. 513 km Tiefster Punkt: 208 m (Bad Radkersburg) Wanderführer (Eigenverlag)erhältlich über die Sektion Weitwanderer des Oesterreichischen Alpenvereins, p.A. Thaliastraße 159/3/16, 1160 Wien, Tel. +43(0)1/493 84 08 oder E-Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at, siehe www.alpenverein.at/weitwanderer. Weglänge: rd. 501 km Tiefster Punkt: 265 m (Perchtoldsdorf) Höchster Punkt: 1821 m (Grünalmkogel) Wanderführer (2007, Eigenverlag) erhältlich über die Sektion Weitwanderer des Oesterreichischen Alpenvereins, p.A. Thaliastraße 159/3/16, 1160 Wien, Tel. +43(0)1/493 84 08 oder E-Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at, siehe www.alpenverein.at/weitwanderer. Weglänge: rd. 510 km Wanderführer erhältlich im Fachbuchhandel oder über die Sektion Weitwanderer des Oesterreichischen Alpenvereins, p.A. Thaliastraße 159/3/16, 1160 Wien, Tel. +43(0)1/493 84 08 oder E-Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at, siehe www.alpenverein.at/weitwanderer. Weitwanderweg 6 Weglänge: rd. 1.014 km Wanderführer a)"Pilgerwege nach Mariazell" erhältlich im Fachbuchhandel oder über die Sektion Weitwanderer des Oesterreichischen Alpenvereins, p.A. Thaliastraße 159/3/16, 1160 Wien, Tel. +43(0)1/493 84 08 oder E-Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at, siehe www.alpenverein.at/weitwanderer b) Via Sacra, Oö. Mariazeller Weg und Nö. Mariazeller Weg - handliche Broschüren über Teilwege, erhältlich beim Verlag Wienerland, www.wienerland.at Weg 07: Ostösterreichischer Grenzlandweg [Bearbeiten] Weitwanderwege 5, 7 bis 10 Entlang der österreichischen Ostgrenze (Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien) führt der Weg durch das Hügelgebiet der Böhmischen Masse und des Weinviertels, durch das burgenländische Tiefland und durchs steirische Hügelland. Ausgangspunkt ist der Nebelstein in Niederösterreich, nach der Durchquerung von Wien und dem Burgenland endet der Weg in Bad Radkersburg in der Steiermark. Weglänge: rd. 697 km Höchster Punkt: 1017 m (Nebelstein) Wanderführer derzeit vergriffen, Neuauflage im Eigenverlag für April/Mai geplant und dann erhältlich über die Sektion Weitwanderer des Oesterreichischen Alpenvereins, p.A. Thaliastraße 159/3/16, 1160 Wien, Tel. +43(0)1/493 84 08 oder E-Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at, siehe www.alpenverein.at/weitwanderer Dieser Weg durchquert Österreich vom nördlichsten zum südlichsten Punkt. Er beginnt in Rottal an der Tschechischen Grenze und führt quer durch Niederösterreich, die Steiermark und Kärnten bis zum slowenischen Grenzübergang am Kärtntner Seebergsattel. Benannt ist er nach dem „Eisenwurzengebiet", der Gegend rund um das untere Ennstal, in welchem sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zahlreiche kleine eisenverarbeitende Betriebe angesiedelt haben. Weglänge: rd. 548 km Wanderführer (Eigenverlag) erhältlich im Fachbuchhandel oder über die Sektion Weitwanderer des Oesterreichischen Alpenvereins, p.A. Thaliastraße 159/3/16, 1160 Wien, Tel. +43(0)1/493 84 08 oder E-Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at, siehe www.alpenverein.at/weitwanderer Weglänge: rd. 437 km Tiefster Punkt: 270 m (Linz) Wanderführer (Eigenverlag) erhältlich über die Sektion Weitwanderer des Oesterreichischen Alpenvereins, p.A. Thaliastraße 159/3/16, 1160 Wien, Tel. +43(0)1/493 84 08 oder E-Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at, siehe www.alpenverein.at/weitwanderer Weglänge: rd. 563 km Wanderführer (Eigenverlag) erhältlich im Fachbuchhandel oder über die Sektion Weitwanderer des Oesterreichischen Alpenvereins, p.A. Thaliastraße 159/3/16, 1160 Wien, Tel. +43(0)1/493 84 08 oder E-Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at, siehe www.alpenverein.at/weitwanderer Das Gebiet von Cortina d'Ampezzo gehörte ursprünglich ebenfalls zum Kronland Tirol, wurde jedoch von den Faschisten an die Provinz Belluno angeschlossen. Die Entwässerung erfolgt in Nord- und Osttirol über Inn, Drau und Lech, welche alle in die Donau münden. Südtirol und Trentino werden hauptsächlich von der Etsch und ihren Nebenflüssen entwässert. Die Teilung des Landes erfolgte fast genau an der Wasserscheide. Karte von Tirol (1888) Das Gebiet von Tirol ist seit Jahrtausenden besiedelt. Die ersten Siedler tauchten vor ungefähr 10.000 Jahren, also gleich nach der Eiszeit, auf und wurden um etwa 4.000 v. Chr. durch Ackerbau treibende Völker ersetzt. Von dieser Zeit zeugen der Fund der Gletschermumie Ötzi und einige andere Ausgrabungen in allen Teilen Tirols. Tirol verfügte damals schon über eine Bergbaukultur. Die älteste Verhüttung wurde in der Nähe von Brixlegg gefunden und stammt aus dem frühen 4. Jahrtausend v. Chr. In den folgenden Jahrtausenden wurden weitere Abbaustellen vor allem für Kupfer errichtet. Der Kupferabbau führte zu einem blühenden Handel, was vor allem die reichen Grabbeigaben in der Urnenfelderzeit (ca. 1400-900 v. Chr.) beweisen. Das damalige Handelsnetz reichte von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Die Zeit ab ca. 450 v. Chr. bis zur römischen Invasion wird als La-Tène-Zeit bezeichnet. In dieser Zeit siedelten in den Tiroler Alpen Völker, die in den umliegenden Gebieten oft von Kelten verdrängt worden sind. Diese meist illyrischen Völker, die zwischen dem Comer See (lat. Larius, ital. Lario) und Kärnten lebten, wurden von den Römern als Räter bezeichnet. Die Kultur bezeichnen Historiker nach den beiden wichtigsten Fundorten als die Fritzens-Sanzeno-Kultur. Sie verfügte über Weinfässer, die später von den Römern übernommen wurden und über ein eigenes Alphabet. Im Jahr 15 v. Chr. wurde das Gebiet von den Römischen Feldherren Drusus und Tiberius erobert und auf die römischen Provinzen Rätien und Noricum aufgeteilt. Meran, Bozen und der äußerste Süden des Landes gehörten zur Provinz Venetia et Histria. In dieser Zeit übernahmen die in Tirol lebenden illyrischen Stämme das Vulgärlatein und verbanden es mit ihrer eigenen Sprache. Daraus wurde dann das noch heute gesprochene Rätoromanisch. Tirol profitierte zu dieser Zeit vor allem durch den römischen Fernhandel, der durch die Errichtung von befestigten Straßen wie der Via Claudia Augusta begünstigt wurde. Als Siedlungsgebiet war Tirol für die Römer aber nicht attraktiv, was die wenigen Städte beweisen. Die bekannteste römische Stadt auf Tiroler Gebiet war die Stadt Aguntum, die sich in der Nähe von Lienz befand. In der Spätantike (ab 476 n. Chr.) gehörte Tirol zum (italischen) Reich der Ostgoten. Nach dessen Zusammenbruch (550/553) erfolgte von Norden her die Einwanderung der Baiern. Seither gehörte der weitaus größte Teil Tirols zum Herzogtum Bayern. Die neue bayerisch-italienische Grenze lag unmittelbar südwestlich von Bozen. Eppan, Kaltern und Salurn blieben italienisch, das Fassatal wurde bayerisch. Die Christianisierung erfolgte durch die Bischöfe von Brixen und Trient. Der Grenzverlauf blieb auch während der Karolingerzeit und der Ottonenzeit unverändert. 1027 trennte Kaiser Konrad II. zwecks Sicherung der Brennerroute das südlich angrenzende Bistum Trient von Italien ab und schlug es dem deutschen Reichsteil zu. In der Folge fiel auch das Etschtal zwischen Meran bzw. Bozen im Norden und Deutschmetz (Mezzocorona) im Süden an Bayern. Im 12. Jahrhundert entstand im südlichen Teil des Herzogtums die Grafschaft Tirol, ausgehend von Schloss Tirol bei Meran. Zum Zeitpunkt des Übergangs an die Habsburger war die Grafschaft Tirol ein geschlossenes Territorium mit etwa der heutigen Größe. Das Unterinntal unterhalb von Schwaz gehörte allerdings weiterhin zu Bayern, das Zillertal zu Salzburg. Brixen und das Pustertal waren bischöfliche Territorien bzw. Teil der Grafschaft Görz. Dafür war das Montafon tirolisch. Unter den Habsburgern hatte das Gebiet große strategische Bedeutung, da es nicht nur an vielen wichtigen Alpenpässen Anteil hatte, sondern auch eine Landbrücke in ihre alemannischen Besitzungen darstellte. 1406, im Zuge der habsburgischen Erbteilungen wurde es wieder zu einer eigenen Herrschaft, in der die Landstände, zu denen in Tirol auch die Großbauern gehörten, bedeutende Mitspracherechte hatten. Friedrich IV. verlegte seine Residenz nach Innsbruck, das von da an Meran überflügelte. Im Jahre 1525 geriet Tirol in den Sog der deutschen Bauernkriege. Der Aufstand in Tirol wurde von Michael Gaismair angeführt, wurde allerdings nach zwei Monaten wieder niedergeschlagen. Im späten 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts kam es zu den letzten Änderungen der Bevölkerungsstruktur bis 1919, die vor allem durch die Gegenreformation verursacht wurden. In dieser Zeit verstärkte sich der italienische Einfluss im Trentino, was zum einen durch die Besetzung der Pfarreien mit italienischen Priestern und zum anderen durch die Zuwanderungen aus der Po-Ebene herbeigeführt wurde. Durch diese Entwicklung entstanden die heute bekannten deutschen Sprachinseln und die noch heute gültige deutsch/italienische Sprachgrenze. In der Region rund um den Reschenpass wurde die rätoromanische Sprache endgültig verdrängt, was vor allem durch die Feindschaft mit den meist protestantischen Rätern im Unterengadin herbeigeführt wurde. Tirol blieb im Gegensatz zu anderen Gebieten des Deutschen Reiches vom 30-jährigen Krieg fast vollständig verschont. Es kam nur in den Gemeinden Leutasch und Seefeld zu größeren Plünderungen. 1703 im Spanischen Erbfolgekrieg stießen die Bayern nach Tirol vor, erlitten aber an der Pontlatzer Brücke (bei Landeck) eine Niederlage und wurden aus dem Land getrieben. 1796/1797 griffen die Franzosen zum ersten Mal Tirol an und besetzten einige Ortschaften. Die Tiroler Landesverteidigung konnte sie wieder vertreiben. Die Erschießung von Andreas Hofer in Mantua am 20. Februar 1810 Tirol unter bayerischer Herrschaft 1808 Die entscheidende Niederlage erlitten die Österreicher und Tiroler bei Wörgl am 13. Mai. In Folge kamen Teile des Landes vorübergehend an Italien und an die Illyrischen ProvinzenFrankreichs; 1814 wurde das Land aber wiedervereinigt und kam zurück an den Habsburger Vielvölkerstaat Österreich. Das seit alters Salzburger Zillertal fiel mit Salzburg 1805 an Österreich und 1810 an Bayern. (Wohl) 1814 kam es (innerhalb Österreichs) an Tirol. Es gab jedoch auch kleinere Erfolge der Tiroler, wie z.B. im "Giggler Tobl", wo die Frauen und Kinder des Paznauns mit Steinlawinen und anderen primitiven Waffen die Bayern aus ihrem Tal hielten. 1919, im Friedensvertrag von St. Germain, kam das Gebiet südlich des Brenners an Italien. Italien hatte ungeachtet der viel weiter südlich verlaufenden deutsch-italienischen Sprachgrenze die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer als seine Nordgrenze beansprucht, die anderen Alliierten hatten diesem Punkt zugestimmt, nicht zuletzt um das politisch instabile Italien an sich zu binden (siehe Londoner Geheimverträge). Seither ist das Land Tirol geteilt; auch weitere Versuche nach dem Zweiten Weltkrieg, zumindest den Gebietsteil mit deutschsprachiger Bevölkerung wieder an das österreichische Tirol anzugliedern, scheiterten; im Gegenzug konnte 1948 und 1972 (1. und 2. Autonomiestatut) eine – seither noch bedeutend ausgebaute – Autonomie für Südtirol erreicht werden (Gruber-De Gasperi-Abkommen). Heute hat Tirol wieder eine schwache eigene Organisationsform als Europaregion (Euregio) gefunden. Südtiroler Wappen 1165–1180 Berthold, ab 1141 Graf von Tirol Ferdinand II. von Tirol und habsburgische Statthalter Jüngere Tiroler Linie Der Tourismus stellt einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. Allein der österreichische Teil von Tirol verzeichnet mehr Gästenächtigungen (43 Millionen) als ganz Griechenland. Die gesamte Tiroler Region verfügt aber auch über moderne Industrieansiedlungen, die sich vor allem durch Swarovski, die Planseewerke, und Sandoz Kundl in Nordtirol, durch Seilbahnbauer Leitner AG, die Bergsportgruppe Salewa und die Südtiroler Speckerzeuger einen Namen gemacht hat. Südtirol ist zudem für seine sonnenverwöhnte Tal- und Gebirgslandschaft, seinen Wein und für seinen Obstanbau bekannt. Das gesamte Gebirgsland Tirol ist im Allgemeinen ein sehr wohlhabendes Land, dennoch gibt es zwischen den Landesteilen in Italien und in Österreich auch wirtschaftliche Unterschiede: Die deutlich reicheren Regionen sind Südtirol und das Trentino, die zugleich die wohlhabendsten Provinzen Italiens sind. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt hier um 36 Prozent über dem EU-Schnitt, während das Pro-Kopf-Einkommen im österreichischen Nord- und Osttirol (nur) um 13 Prozent darüber liegt. Dies ist vor allem auf den wesentlich höheren Anteil Südtirols und des Trentino am Tourismus zurückzuführen. Die Arbeitslosenstatistik sieht für die beiden Provinzen in Italien wesentlich günstiger aus: Südtirol und das Trentino haben mit 2-3 Prozent Arbeitslose an der Gesamtbevölkerung fast Vollbeschäftigung. In Nord- und Osttirol dagegen liegt die Arbeitslosenquote bei ca. 6 Prozent, was wiederum auf den zweisaisonalen (Sommer und Winter) Tourismus, der in Nord- und Osttirol wesentlich stärker präsent ist, zurückzuführen ist. Aber auch im Bundesland Tirol liegt die Arbeitslosigkeit unter dem österreichischen Durchschnitt. Die Staatsgrenze, die Tirol durchzieht, ist weder eine Sprach- noch eine Kulturgrenze. Unterschiede in den Kulturen Tirols sind wenig festzustellen. Ebenso ist die sogenannte Sprachgrenze der Salurner Klause umstritten, da es seit jeher Deutschsprachige in Welschtirol und Italienischsprachige im heutigen Südtirol gab. Beispielsweise wird in allen Landesteilen das Schützenwesen (Schützenvereine) mit jährlichen Umzügen (Schützenkompanien) und Festen gepflegt. Europaregion Tirol-Südtirol/Alto Adige-Trentino [Bearbeiten] Aufgrund der Gemeinsamkeiten wurde auf Basis 1998 die Europaregion Tirol-Südtirol/Alto Adige-Trentino gegründet. Mit Hilfe der Euregio will man die Zusammenarbeit zwischen Tirol, Südtirol und Trentino durch grenzüberschreitende Initiativen und Projekte fördern. Es finden nicht nur gemeinsame Landtage statt, sondern auch das gemeinsame kulturelle und politische Leben wird vertieft. Dank der Europäischen Union verschwinden die politischen Grenzen in Europa, insbesondere zwischen den Gebieten Tirols, immer mehr (Grenzposten und Grenzkontrollen gibt es de facto schon seit Jahren nicht mehr). Darüber hinaus trägt der Euro als gemeinsame Währung zusätzlich zum wirtschaftlichen Zusammenwachsen der gesamten Region bei. Satellitenaufnahme der Alpen Die Alpen mit den Grenzen der Staaten Entstehung Die geologischeAuffaltung des Decken - und Faltengebirges der Alpen entstand vor etwa 30-35 Millionen Jahren, als die afrikanische Kontinentalplatte nach Norden auf der Fließzonedriftete und mit der eurasischen Platte kollidierte. Dabei schob sich die eurasische Platte unter die afrikanische Platte. Zum Hochgebirge wurden sie durch Hebung des gefalteten Gebirgskörpers, die bis zur Gegenwart anhält. Die heutige Gebirgsform erhielten die Alpen durch Erosion, vor allem durch die abtragende Tätigkeit der Gletscher während der Eiszeiten. Die Alpen wachsen jedes Jahr um 1-2 mm. In den Nord- und Südalpen bilden Meeresablagerungen, besonders Kalke und Dolomite, das Gebirge. In den Zentralalpen stehen auch kristalline Gesteine des tieferen Untergrunds an. Tektonisch ist das Alpenorogen in die nach Norden transportierten Decken des Helvetikums, Penninikums und Ostalpins, sowie das gefaltete Südalpin gegliedert. Plattentektonik Im Mittelmeerraum kann diese Gebirgsbildung auf die schrittweise Öffnung des Atlantiks zurückgeführt werden. Dadurch wurde der afrikanische Kontinent aus Pangäa herausgebrochen und in einer Drehbewegung gegen Europa gedrückt. Dazwischen befand sich die Adriatische Platte, die von zwei Ozeanarmen, die vom Atlantik bis zur Tethys reichten, umschlossen wurde. Nach Süden hin lagen am Südrand der kontinentalen Kruste Europas das Helvetikum und das Nord- und Mittelpenninikum. Noch weiter südlich davon befand sich die Adriatische Platte mit dem Ost- und Südalpin. Mit der Öffnung des Nordatlantiks im mittleren Dogger nach paläomagnetischen Daten vor etwa 170 mya begann in der Paratethys nördlich der adriatischen Platte die Bildung des Südpenninikums aus ozeanischer Kruste. Während der Kreide beginnt durch die Öffnung des Südatlantiks (vor etwa 125 mya) die Subduktion und Akkretion des Südpenninikums an das Ostalpin. Ab dem Eozän vor etwa 53 mya führte Afrika eine direkt nordgerichtete Bewegung aus und trieb so die adriatische Platte wie einen Sporn in den südlichen Bereich von Europa hinein. Die Kollision und damit die erste große kompressive Gebirgsbildungsphase dauerte nur etwa 5 mya vom Obereozän bis zum Unteroligozän. Dabei wurde das Ost- und Südalpin in der jungalpidischen (pyrenäischen) Faltungsphase auf das Mittelpenninikum überschoben und Bereiche verdünnter Kruste wurden unterschoben. Mit der weiteren Kollision wurden auch das Nordpenninikum und schließlich das Helvetikum überfahren, bis die Struktur des alpinen Deckengebäudes im Pliozän vollendet war. Diese Einengung führte mit Überschiebungsweiten von mehreren 100 Kilometern zum heutigen Deckenbau der Alpen. Durch den isostatischen Ausgleich in der Kruste hob sich das Gebirge, dessen Erosion ab dem Unter-Oligozän den nördlich gelegenen Molassetrog füllte. Im Maximum der alpidischen Orogenese wuchs das Gebirge um etwa 5 mm/Jahr in die Höhe. Dieser Druck dauert bis heute an, der Wuchs beträgt jedoch weniger als 1 mm/Jahr. Ebenso bewegen sich die Platten auch weiterhin im Jahr ca. 5 cm aufeinander zu. Gesteinseinheiten Das Südalpin findet sich südlich der „Periadriatischen Naht" als Bergamasker Alpen, Dolomiten usw. bis zu den dinarischen Decken. Im Paläozoikum entstand ein gefalteter Sockel aus Graniten, Gneisen und anderen Gesteinsarten; zum Teil wurden sie in spätere Faltungen wieder mit einbezogen. Seit der Trias bildeten sich in den Ozeanen östlich des Adriatischen Sporns die Kalksteine der ostalpinen Decken, die im Wesentlichen die heutigen Kalkalpen ausmachen. In der Untertrias entstehen Salz führende Schichten (Werfener Schichten), die auf arides Klima schließen lassen. Im Känozoikum entstehen im Molassemeer tonig-sandige Sedimente aus dem Hinterland, von Flysch randlich überschoben und zum Teil in Faltung mit einbezogen. Ausformung Das erdgeschichtlich jugendliche Alter der Alpen wird sichtbar an den schroffen Felswänden, den scharfen Graten und an den tiefen und steilen Tälern mit unausgeglichenem Gefälle. Das Wechselspiel von Hebung und Abtragung (durch Gletscher, Flüsse, Frost, Sonne) mit der Lagerung und Widerstandsfähigkeit der Schichten formt bis heute die Alpen. Durch die Modellierung (modellierende Überformung) in der Eiszeit prägten die Gletscher das Bild und schufen neue Oberflächenstrukturen, wie Grate und Kare durch periglaziale Verwitterungen und Glazialerosion; nach Zurückweichen des Eises bildeten sich Seen und Endmoränen. Topographische Gliederung Vertikal gliedert man die Alpen in die Region des Alpenvorlandes bis zur oberen Waldgrenze (1500 bis 2000 m NN), in die Mittelalpen bis zur Schneegrenze (2000 bis 3100 m NN), darüber in die Hochalpen. Horizontal gesehen gilt die Linie Rheintal-Splügen-Comer See als Grenze zwischen den Ost- und Westalpen. Überblick Die Alpen sind Klima- und Wasserscheide zwischen Mitteleuropa und dem zentralen Mittelmeerraum. Sie schließen nördlich des Golfs von Genua an den Apennin an, umfassen in weitem Bogen nach Westen die Poebene, verzweigen sich beim Lac du Bourget in den Französischen und Schweizer Jura und enden nach 750 km westöstlicher Erstreckung fächerförmig im Osten vor dem westpannonischen Berg- und Hügelland an der Donau bei Wien. Im Nordosten sind die Alpen durch das Wiener Becken von den geologisch verwandten Karpaten getrennt, im Südosten gehen sie in das stark verkarstete Dinarische Gebirge über. Im Norden fallen die Alpen allmählich zum österreichischen und deutschen Alpenvorland ab. Im Süden ist der Abfall zur Poebene steiler. Die Gesamtlänge der Alpen von Genua bis Wien beträgt etwa 1200 Kilometer, die Breite 150 bis 200 Kilometer, im Osten bis 300 Kilometer. Die Gipfelhöhen in den westlichen Gebirgsstöcken liegen meist zwischen 3000 und 4300 Metern über NN, in den Ostalpen sind die Berge etwas niedriger. Der höchste Gipfel der Alpen ist der Mont Blanc mit 4808 Metern. Die höchsten Berge der Alpen findet man in der Liste der Viertausender in den Alpen. Ostalpen Die Ostalpen sind niedriger und etwas "sanfter" als die Westalpen, ebenso die meisten ihrer Übergänge (Pässe). Der Alpenbogen im Osten verläuft aber weniger gekrümmt und fächert sich in mehr einzelne Gebirgsketten auf. Daher sind die Ostalpen breiter als die Westalpen, sodass bei der Alpenüberquerung oft 2 bis 4 Pässe zu überwinden sind. Die Ostalpen beginnen in der Ostschweiz und durchziehen die ganze Länge Österreichs - von Vorarlberg bis hin zum Burgenland. Das größte inneralpine Senkungsfeld ist das Klagenfurter Becken, welches von stehengebliebenen Pfeilern des Grundgebirges, tertiären Konglomeratrücken, Moränen und Schotterfeldern des eiszeitlichen Draugletschers erfüllt ist. Es ist reich an Seen (Kärntner Seen) und Mooren. Markant ist auch das Wiener Becken, wo der Übergang zwischen Alpen und Karpaten bis zu 6 Kilometer in die Tiefe gesunken ist. Folgende Staaten haben Anteil an den Ostalpen (gereiht nach Gebirgsfläche): Die vorwiegend kristallinen Zentralalpen werden von den Nördlichen Kalkalpen durch die Grauwackenzone und von den Südlichen Kalkalpen durch die Störungslinie der periadriatischen Naht getrennt. Die großen Längstalzüge folgen zwar oft den Gesteinsgrenzen, durchschneiden aber stellenweise deren Zonen. Daher können die geologischen Zuordnungen von den geografischen oder denen der Alpenvereine abweichen. Nordalpen Ihre Gebirgsgruppen sind (von West nach Ost): Bregenzerwaldgebirge, Rätikon, Lechquellengebirge, Allgäuer, Lechtaler und Ammergauer Alpen, Wettersteingebirge, Karwendel- und Rofangebirge, Bayerische Voralpen, Kaisergebirge, Berchtesgadener Alpen, Salzkammergutberge sowie die Niederösterreichischen Kalkalpen und der Wienerwald. Zentralalpen Die Zentralalpen bestehen hauptsächlich aus harten, wasserundurchlässigen Gneisen und Granitgneisen (grobes Blockwerk) sowie Glimmerschiefern. Sie sind reich an Quellen, Bächen und Karseen, im Westen auch an Gletschern. Es finden sich ausgedehnte Almmatten, Lärchen- und Fichtenwälder. Südalpen Westalpen In den Westalpen wird eine Reihe kristalliner Zentralmassive (Mercantour, Pelvoux, Belledonne, Grandes Rousses, Mont Blanc, Aar- und Gotthardmassiv) durch Täler mehr oder weniger scharf von einer Gneiszone im Süden (See-, Cottische, Grajische, Walliser und Tessiner Alpen) sowie einer Kalkzone im Westen und Norden (Provenzalische Voralpen, Dauphinéer, Savoyer, Berner, Glarner Alpen) abgetrennt. Teile der Westalpen liegen in: Italien, höchster Berg ist ebenfalls der Mont Blanc, allerdings nicht die eigentliche Gipfelregion, die zu Frankreich gehört Flora In den Alpen haben etwa 650 Blütenpflanzenarten ihren Verbreitungsschwerpunkt, insgesamt kommen im Alpenraum rund 4500 Arten vor. Die Alpenflora enthält viele arktisch-alpine Elemente, etwa den Steinbrech Saxifraga aizoon. Sie sind Relikte der Eiszeiten, als in Mitteleuropa Tundren herrschten. Es bestehen auch Verbindungen zu den nordasiatischen Gebirgen (beispielsweise Gentiana verna). Die Alpenflora enthält – bedingt durch die Vergletscherung – relativ wenige endemische Arten, lediglich in den eisfrei gebliebenen Südalpen sind Endemiten häufiger. Typischerweise mit den Alpen identifizierte Pflanzenarten sind oft Arten mit auffälligen Blüten: allen voran das Edelweiß (Leontopodium alpinum), die Rhododendren und die blauen Enzian-Arten (Gentiana spp.). Vegetation Die Alpen sind ein interzonales Gebirge, d. h., sie liegen zwischen dem Zonobiom VI (Winterkalte Gebirge mit laubwerfenden Wäldern) im Norden und dem Zonobiom IV (mediterranes Zonobiom) im Süden. Daher unterscheiden sich die Nord- und Südseite recht stark. Hinzu kommt die stark kontinental geprägte Vegetation der inneralpinen Täler. In den Alpen reicht die colline Höhenstufe bis etwa 400 m, die submontane Stufe von 400 bis 700 m. Neben der Exposition und der Höhenlage spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine entscheidende Rolle für die Ausprägung der Vegetation. Hier sind vor allem verschiedene Kalk- und Silikatstandorte zu nennen. Hinzu kommen Faktoren wie die Dauer der Schneebedeckung und die Wasserversorgung. Montane Stufe In der montanen Waldstufe ergibt sich folgende Stufenfolge der dominierenden Baumarten: Helvetische Höhenstufenfolge: Im gemäßigt mitteleuropäischen Klima am Nordrand ist die Reihenfolge von unten nach oben: Eiche – Rotbuche – Fichte. Penninische Höhenstufenfolge: In den kontinental trockenen Zentralalpen ist die Reihenfolge Kiefer – Fichte – Arve/Lärche. Hier liegt die Waldgrenze 400 bis 600 m höher als am Alpenrand. Die obere Waldgrenze ist heute weitgehend vom Menschen bestimmt und variiert stark (1400 bis 2000 m). Die seit Jahrhunderten bestehende Almwirtschaft hat die Waldgrenze nach unten gedrückt. Subalpine Stufe Die subalpine Stufe (bis ca. 1900 – 2200 m) bildet den Übergang (Ökoton) von der Waldstufe zur baumlosen alpinen Stufe. Sie ist durch eine Strauchstufe gekennzeichnet. An trockenen Standorten, wie sie auf Karbonatgestein aber auch auf Silikat-Blockwerk vorherrschen, ist dies die Latschen-Kiefer (Pinus mugo), auf lehmigen Böden, die in Silikatgebieten großflächig auftreten, die Grün-Erle. Beide werden hier bis etwa mannshoch. In Lawinenrinnen steigen beide Arten auch wesentlich tiefer, da sie aufgrund ihrer Biegsamkeit den Schneedruck überstehen. Die hochsubalpine Stufe wird vom Zwergwacholder und den beiden Rhododendren (Almrausch) gebildet: Rhododendron hirsutum (auf Kalk) und Rh. ferrugineum (kalkarme Böden). Alpine Stufe Die alpine Stufe (bis ca. 2500 – 3000 m) wird durch verschiedene Rasen gebildet, die den Boden noch weitgehend geschlossen bedecken. Bestimmend für die Vegetation ist besonders die „Aperzeit", also die Zeit ohne Schneebedeckung. Weitere Faktoren sind die Windexponiertheit (besonders die dadurch bedingte Schneefreiheit im Winter), sowie der Gesteinsuntergrund. Bedingt durch diese Faktoren und das unruhige Relief ergibt sich ein sehr kleinräumiges Vegetations-Mosaik . Die wichtigsten Rasengesellschaften sind in den Kalkalpen auf tiefgründigem Boden der Rostseggenrasen (Caricetum ferrugineae), auf flachgründigerem das Seslerio-Caricetum sempervirentis und auf Kalkfelsen das Caricetum firmae. Auf saurem Gestein ist der Krummseggenrasen (Caricetum curvulae) dominierend, auf überweideten Rasen der Borstgrasweide (Nardetum). Besonders die Kalkrasen zeichnen sich durch ihren Blumenreichtum aus. Die Auswirkung der Aperzeit ist besonders deutlich in den Schneetälchen. Diese liegen meist am Fuß von Nordhängen der Silikatalpen in der oberen alpinen Stufe. Hier sammelt sich im Winter viel Schnee an, der im Sommer spät bis gar nicht abtaut, wodurch um den Schneerest verschiedene Zonen entstehen. Bei einer Aperzeit von über drei Monaten wächst der normale Krummseggenrasen, mit kürzerer Aperzeit wird die Kraut-Weide häufiger, die bald dominiert und das Salicetum herbaceae bildet. Charakteristische Arten sind auch Alpen-Mutterwurz und Alpenglöckchen. Bei einer durchschnittlichen Aperzeit von unter zwei Monaten dominieren Moose, vor allem Polytrichum sexangulare. Im Bereich von Almhütten bilden sich Lägerfluren. Auf den vom Vieh gedüngten und verdichteten – und dadurch feuchten – Stellen wachsen nährstoffliebende Hochstauden. Charakteristisch ist auch die Gesellschaft an den Windkanten mit der dominierenden Gamsheide (Loiseleuria procumbens). Nivale Stufe Die nivale Stufe befindet sich über der klimatischen Schneegrenze. Pflanzen gedeihen nur dort, wo der Schnee nicht liegenbleibt oder im Sommer frühzeitig schmilzt. Eine Vegetationsdecke ist nur sehr kleinflächig ausgebildet, oft wachsen Pflanzen vereinzelt. Rund 150 Blütenpflanzen-Arten steigen über 3000 m, zudem viele Flechten. Zu den am höchsten steigenden Blütenpflanzen gehört der Gletscher-Hahnenfuß, den Höhenrekord hält jedoch der Steinbrech Saxifraga biflora mit 4'450 m ü. M. am Dom de Mischabel im Wallis. Fauna In den unteren Lagen entspricht die Tierwelt der Alpen der des umgebenden Flachlandes. In den hochmontanenNadelwäldern finden sich etliche Arten des borealen Nadelwaldes. Sie sind an feucht-kühle Bedingungen gebunden, haben Europa nacheiszeitlich von Osten wiederbesiedelt und kommen heute in Mitteleuropa nur in den Hochlagen vor. Nur an wenigen in den pleistozänen Eiszeiten unvergletschert gebliebenen, räumlich isolierten Refugien konnten auch einige präglaziale Faunenelemente überdauern, beispielsweise bestimmte Schnecken und Käfer. Viele charakteristische Alpentiere leben oberhalb der Baumgrenze, im Oreal. Bei einigen Arten ist dies allerdings auch als Ausweichen vor dem Menschen zu interpretieren. Viele sind verwandt mit Arten der Tundra, bzw. kommen auch dort vor. Ebenso bestehen enge Beziehungen zu anderen Hochgebirgen. Bei der Hochgebirgsfauna Europas handelt es sich oft um Überbleibsel (Reliktpopulationen) von eiszeitlicher Tierwelt, die postglazial in den tiefer liegenden Landschaften wieder verschwunden ist – man spricht von einer Arealdisjunktion. Nach ihrem Ursprung werden arkto-alpine Verbreitungstypen (Herkunft aus Tundren) und boreo-alpine Verbreitungstypen (Herkunft aus der Taiga) unterschieden. Typische Arten der Säugetiere sind unter anderen Gämse, Alpensteinbock, Murmeltier und Schneemaus, unter den Vögeln sind Alpendohle, Kolkrabe, Ringdrossel, Schneefink, Steinadler, Tannenhäher und Alpenschneehuhn zu nennen. In den slowenischen Alpen gibt es noch heute Braunbären und einzelne konnten sich auch im Naturpark Adamello im Trentino, Italien halten. Seit den '90er Jahren gibt es durch Zuwanderung aus Slowenien und gezielte Auswilderungen auch wieder eine kleine Population dieser Raubtiere in den österreichischen Alpen. Die meisten davon leben im Gebiet des Naturparks Ötscher-Tormäuer. Einige Wölfe konnten in den Meeralpen überleben. Der Steinadler ist zwar in der nördlichen Hemisphäre weit verbreitet, in Mitteleuropa ist er jedoch auf die Alpen und Karpaten beschränkt. Mehrere Großtiere wurden vom Menschen ausgerottet, darunter Luchs, Bart- und Gänsegeier, die sich durch Schutzmaßnahmen und Auswilderungsprojekte inzwischen wieder zu etablieren beginnen. Bei einigen Wirbeltieren ist ein saisonbezogener Dimorphismus zu beobachten: Ein dunkles Sommerhaar- bzw. -federkleid wird im Winter durch eine weiße Tarntracht ersetzt (vergleiche: Schneehase, Alpenschneehuhn). Unter den Amphibien hat der schwarz gefärbte Alpensalamander eine spezielle Anpassung an die alpinen Lebensräume entwickelt. Als einziger mitteleuropäischer Lurch ist der Alpensalamander lebendgebärend. Die Entwicklung der Larven im Uterus des Weibchens dauert je nach Höhenstufe zwei bis drei Jahre. Damit ist die Art unabhängig von Oberflächengewässern, in denen die Larven anderer Amphibienarten ihre Entwicklung vollenden. Der Alpensalamander kommt in Höhen von bis zu 2800 Metern (Österreich) vor. Auch die ReptilienartenWaldeidechse und Kreuzotter – beide sind in den Alpen montan bis alpin verbreitet – haben sich mit der Umstellung von Eiablage auf das Lebendgebären an widrige äußere Bedingungen, hier insbesondere niedrige Temperaturen, angepasst. In der Schweiz kann man mit der Aspisviper eine weitere ovovivipare Schlangenart bis in Höhen von 3000 Metern antreffen. Unter den typischen Insekten der Alpen fallen beispielsweise „pelzige" Vertreter der Hummeln auf (Alpenhummel, Bombus alpinus), während unter den Schmetterlingen besonders dunkle Formen zu finden sind, beispielsweise der Eismohrenfalter (Erebia pluto). Allerdings kommen auch helle Arten wie der Alpenbläuling (Albulina orbitulus) und der Alpen-Apollofalter (Parnassius phoebus) noch in Höhenlagen von 3000 Metern vor. Vermutlich aufgrund des zahlenmäßigen Zurücktretens von Fluginsekten sowie wegen der Windexposition sind dagegen Radnetzspinnen in höheren Regionen offenbar nicht vertreten. Klima Generell sind die Alpen aufgrund des starken Reliefs durch ein sehr kleinräumiges Klima und Wettergeschehen ausgezeichnet. Die wichtigsten klimatischen Einflüsse sind: Westwinde mit milden, feuchten Luftmassen vom Atlantik, kalte Polarluft von Norden, trockene kontinentale Luftmassen aus Osten (kalt im Winter, heiß im Sommer) und warme mediterrane Luft von Süden. Der Großteil der Alpen wird vom mitteleuropäischen Klima beeinflusst. Weite Teile der Nordalpen ähneln in ihrem thermischen Jahresgang dem angrenzenden Flachland, mit Ausnahme der Abnahme der mittleren Jahrestemperatur (um 0,50 bis 0,65 °C je 100 m Höhenzunahme). Die Niederschlagsmaxima werden im Sommer erreicht. Die den Westwinden ausgesetzten Randzonen der Alpen erhalten vielfach 2.000 bis 3.000 mm Niederschlag pro Jahr. Die südlichen Alpenteile sind vom mediterranen Klima beeinflusst. Neben im Vergleich zu Mitteleuropa milden Wintern und heißen Sommer führt dies auch zu einer Verlagerung der Niederschlagsmaxima Richtung Frühjahr und Sommer. Ein weiteres Wetterphänomen ist der Föhn, ein warmer Fallwind. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, zugleich die diffuse Strahlung geringer. Das erhöht den Unterschied zwischen sonn- und schattseitigen Hängen. Klimawandel in Verbindung mit den Alpen Gletscher im Rückzug Aufgrund des Klimawandels schmelzen die Gletscher drastisch ab. Klimaschwankungen sind nicht unbekannt und Gletscher sind ein Klimaarchiv. Gletscher ziehen sich heute schneller zurück, als es früher der Fall war. Laut Messungen verloren die Gletscher seit Beginn der Industrialisierung bis 1980 ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihrer Masse. Seit 1980 sind zusätzliche 20-30 Prozent des Eisvolumens abgetaut. Jedoch belegen neueste Untersuchungen, dass das Gletschereis vor Tausenden von Jahren einmal komplett abgeschmolzen sein muss.[2] Auftauen des Permafrosts Eis ist in den Alpenregionen nicht nur sichtbar über dem Erdboden anzutreffen. Ausgedehnte Permafrostregionen findet man oberhalb von 2000 m. Das Wasser stabilisiert den Untergrund, da es das ganze Jahr über darin gefroren bleibt. Aufgrund der Klimaerwärmung besteht jedoch die Gefahr, dass das Eis auftaut und die Hänge infolge dessen rutschen. Zahlreiche Dörfer sind von Felsstürzen, Schutt - und Gerölllawinen bedroht. Mithilfe von Schutzdämmen sollten Täler und Infrastruktur geschützt werden. Trinkwasser in Gefahr Gletscher sind lebenswichtige Trinkwasserreservoirs. In Gletscherregionen entspringen viele große europäische Flüsse, wie beispielsweise der Rhein, die Aare und die Rhône. Das stark abschmelzende Gletschereis bewirkt einen Anstieg des Wasserpegels. Niederschlagswasser füllt die eisfreien Fels- und Schuttgebiete und infolgedessen gelangt unbefestigter Moränenschutt in die Täler. Hochwasser, Gesteinslawinen und Überschwemmungen sind als Folge der Umwandlung nicht auszuschließen. Durch das Abtauen des Eises in den Gletscherregionen steigt die Gefahr von Wassermangel. Die Wasserverfügbarkeit verändert sich, und dies wirkt sich negativ auf den Wasserhaushalt großer Landstriche aus. Verlust der Artenvielfalt Die Klimaveränderung bewirkt, dass viele Pflanzenarten in höhere Lagen umsiedeln. Die alpinen Pflanzenarten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zwischen einem halben Meter und mehreren Metern aufwärts verschoben. Laut Prognose leben heute mehr Arten in höheren Lagen, als dies vor 100 Jahren der Fall war. Wissenschaftler schätzen, dass 1/4 der 400 endemischen Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Alpenwälder Rund 1/5 des Alpenwaldes kommt eine besondere Schutzfunktion zu. Luftverschmutzungen machen den Wäldern zu schaffen. Dazu kommt noch der Klimawandel. Dies macht sich bei umgeknickten Bäumen bereits bemerkbar. Infolgedessen ist die Landschaft von kahlen Hängen und ungeschützten Tälern geprägt. Kulturgeschichte der Alpen Berglandwirtschaft Bergweide In den Alpen verdrängte die neolithischeLandwirtschaft um ca. 4500 v. Chr. die Jäger und Sammler der Altsteinzeit. Dichte Waldbedeckung erschwerte anfangs die Nutzung großer Weidegebiete, allmählich entwickelte sich jedoch die Transhumanz im Alpenraum, bei der die Tiere den Sommer in der Höhe und den Winter im Tal verbringen. Etwa gleichzeitig kam die alpine Autarkiewirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht in bereits gerodetem Gelände hinzu, welche ganzjährige Besiedlung ermöglichte. Diese Autarkiewirtschaft entwickelte sich nördlich und südlich der Alpen jeweils unterschiedlich: Während im germanischen Raum die Viehzucht klar dominierte, war der Ackerbau im romanischen Raum gleich stark vertreten. Dies führte zu unterschiedlichen Ernährungsweisen sowie Unterschieden in der Familien- und Siedlungsstruktur. Zwischen 1600 und 1850 entstand besonders im nördlichen Alpenraum eine selbstständige Bergbauernkultur, die sich etwa im Bau prächtiger Bauernhäuser aus Holz manifestierte und bei der die nachhaltige Naturnutzung als Schutz vor Naturgefahren im Vordergrund stand. Im 19. Jahrhundert erreichte die Industrialisierung auch den Alpenraum. Es war allerdings weniger die Industrie, als vielmehr die Dienstleistungsgesellschaft des 20. Jahrhunderts, welche die herausragende Stellung der Berglandwirtschaft beendete. Der Tourismus brachte Geld in die Alpentäler, trieb allerdings auch etliche überflüssig gewordene landwirtschaftliche Arbeitskräfte in die Auswanderung. Unter steigendem ökonomischem Druck schwindet die Vielfalt der Land- und Forstwirtschaft in den Alpen, auch wenn sie dank der Maschinisierung leichter denn je zu betreiben ist. Kultur- und Sprachgruppen Im frühen Mittelalter entwickelten sich die Alpen zur Sprach- und Kulturgrenze zwischen germanischen im Norden und romanischenSprachgruppen im Süden und Westen, unter Berücksichtigung der südslawischen Slowenen am östlichen Alpenrand. Von der Vielfalt an Dialekten, die die ursprüngliche Abgeschiedenheit der Täler mit sich brachte, bleibt heute immer weniger übrig. Trotz der Konkurrenz durch die deutsche und die italienische Sprache konnten die alpinen Kleinsprachen Rätoromanisch, Ladinisch und Friaulisch überleben. Ein interessantes Phänomen in sprachgeschichtlicher Hinsicht stellt die Ausbreitung des alemannischen Walser-Dialekts vom Oberwallis bis an die Grenze Tirols dar, welche durch die Inbesitznahme und Bewirtschaftung hoch gelegener Weidegründe zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erfolgte. Brauchtum Festlichkeiten und Bräuche im Alpenraum sind tief verwurzelt in Geschichte und Religion. Sie entstanden oft in Verbindung mit überlieferten Dichtungen, Sagen oder Erzählungen, die sich häufig mit Göttern und Dämonen befassten. Die Menschen wollten die Urgewalten der Natur beschwören und sich vor Naturgefahren schützen. Als das Christentum im Frühmittelalter in das Alpengebiet vordrang, vermischten sich heidnische Bräuche mit christlichen Feiern. Die verbreiteten Steinsetzungen (Steinmännchen) scheinen sowohl praktischen als auch kultischen Hintergrund zu haben. Das bäuerliche Element spielte im alpinen Brauchtum und der alpinen Volksmusik stets eine herausragende Rolle (siehe auch: Almsegen, Almabtrieb, Jodel, Alpenländische Volksmusik). Alpenmythos Mit Goethes Reisen durch die Alpen im späten 18. Jahrhundert wurde das Gebirge in der europäischen Kunstwelt erstmals als Phänomen wahrgenommen. Was vorher für eine unwirtliche, von grobschlächtigen Bauern und gefährlichen Drachen bewohnte Wildnis gehalten wurde, begannen Maler, Reisende und Literaten als „Traumlandschaft" zu schildern. Ein bekannter Zeitgenosse, der Genfer Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure, verwob in seinen Reisebeschreibungen wissenschaftliche Erkundung und ästhetisches Empfinden. Gerade die früher als „Alpendemokratie" verklärte Schweiz zehrt zuweilen heute noch vom Alpenmythos der frühen Romantik, auch wenn etwa Max Frisch in seinen Werken gegen ihn ankämpfte. Tourismus Die Alpen sind sehr intensiv touristisch erschlossen. Bereits im 19. Jahrhundert prägten die Engländer den Begriff von den Alpen als playground of Europe (siehe Alpinismus). Seit der damaligen Blütezeit der sog. "Belle Epoque"-Hotels in den Kurorten hat sich der alpine Tourismus mehrmals gewandelt. Seit ungefähr 1965 besitzt der Wintersporttourismus mit seinen Bergbahnen und Liftanlagen für die Alpen die größte Bedeutung, beispielsweise in den Kitzbüheler Alpen, Davos, Arosa, Zermatt, Saas-Fee, St. Moritz, Dolomiten, Savoyen, daneben aber auch Bergsteigertourismus, Erholung an Alpenseen, Städtetouren (Innsbruck, Zürich, Luzern, Interlaken, Ljubljana, Meran, Aosta) oder Tourismus für Extremsportarten (Chamonix). Für viele Alpengemeinden ist der Tourismus die einzige Einnahmequelle geworden. Umweltschützer und auch viele Einheimische bemängeln jedoch inzwischen immer öfter die Schäden, die der Massentourismus in den Alpen hervorruft und weisen immer häufiger auf die Grenzen der touristischen Nutzung der Alpen hin. So werden immer mehr Verkehrswege durch die Alpen gebaut und Dorfstrukturen zugunsten der fortschreitenden Verstädterung zerstört. Hinzu kommt das immer stärker in Erscheinung tretende Müllproblem. Der weitere Ausbau der touristischen Infrastrukturen stößt bereits in vielen Alpentälern an seine Grenzen, vor allem, da durch Naturgefahren (beispielsweise Lawinen, Muren) das Flächenangebot begrenzt ist. Einige tragische Unglücke in den letzten Jahren (beispielsweise im tirolerischen Galtür im Februar 1999) haben diese Problematik aufgezeigt. Wanderurlaub gilt hingegen als Musterbeispiel für ökologisch verträglichen Tourismus ("sanfter Tourismus"); insbesondere, wenn er in abgelegene, von Abwanderung bedrohte Talregionen führt und dazu beiträgt, der einheimischen Bevölkerung eine Einkommensquelle zu sichern. Solcher Tourismus wird exemplarisch mit dem Weitwanderweg Grande Traversata delle Alpi im Piemont propagiert. Voraussetzungen Die landschaftliche Vielfalt, kulturelle Sehenswürdigkeiten sowie die besonderen klimatischen Verhältnisse bieten beinahe optimale Voraussetzungen für die touristische Nutzung der Alpen, da eine denkbar große Anzahl an touristischen Zielgruppen (beispielsweise Erholungssuchende, Aktivurlauber, Kurtouristen, Kulturbegeisterte etc.) mit entsprechenden Angeboten bedient werden kann. Im Sommer finden sich die diversen Spielarten des aktiven und passiven Erholungstourismus (Wandern, Badeurlaub an den randalpinen Seen) und vor allem der sportliche Urlaub in Form des Alpinismus. Letzterer war es auch, der die touristische Entwicklung des Alpenraums initiiert hat. Insbesondere englische Touristen haben im und vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Alpentourismus entscheidend geprägt. Bereits im 19. Jahrhundert wurden vom Engländer Thomas Cook organisierte Massenreisen von England in die Alpen durchgeführt. Im Winter sind die Alpen ein weltweit attraktives Ziel für den Wintersport, wobei diesbezüglich der Skisport und seine diversen Ausformungen dominieren. In den letzten Jahrzehnten hat in vielen Teilen der Alpen der Tourismus im Winter dem klassischen Sommertourismus den Rang abgelaufen. Nutzen und Gefahren Durch den Massentourismus werden Arbeitsplätze geschaffen und regionale Einkommen generiert, wodurch die Gefahr einer Abwanderung verringert werden kann. Allerdings ist der Tourismus in den Alpen oft nur punktuell auf bestimmte Dörfer, Städte und Skiressorts konzentriert. In den flächig größeren Gebieten ohne Massentourismus kommt es erst recht zur Abwanderung. Tatsächlich findet sich oft ein Nebeneinander von touristisch intensiv erschlossenen Gebieten und touristischem Niemandsland. Dies trifft vor allem auf das italienische Alpengebiet zu. Die Menschen in den Alpen sind vom Massentourismus stark abhängig, es entstehen touristische Monostrukturen. Dem Massentourismus werden sämtliche Lebensbereiche unterworfen. Regionale Eigenheiten bzw. Besonderheiten verkommen unter Umständen zu einem bloßen Klischee. Zudem sind die Arbeitsbedingungen im Tourismus oft wenig attraktiv (ungeregelte Arbeitszeiten, geringe Löhne, viele Saisonarbeitsplätze). Menschen, die sich diesen Arbeitsbedingungen nicht unterwerfen wollen, sind mangels alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten erst recht zum Abwandern (oder zum Auspendeln) gezwungen. Der intensive Massentourismus führt auch zu ökologischen Problemen wie Müll- und Abwasserbelastung, Verkehrsproblematik und zu "optischer Umweltverschmutzung" durch technische Infrastrukturen wie beispielsweise Seilbahnen. Städte Die größte Stadt mit direkter Lage in den Alpen ist das französische Grenoble, gefolgt von der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck und dem südtiroler Bozen. In der Schweiz liegen Luzern, Chur, Thun und Lugano im alpinen Bergland. Transitverkehr Hospiz auf dem Großen St. Bernhard Blick auf die Brennerautobahn Die Alpen stellen für den transeuropäischen Verkehr ein natürliches Hindernis dar. Sie können nur auf bestimmten Routen über Gebirgspässe oder Tunnel überquert werden. Besondere Bedeutung erlangten diejenigen Pässe, die über den Alpenhauptkamm direkt von Norden nach Süden oder umgekehrt in gut erschlossene Täler führen und somit eine zweite Passüberquerung ersparen. Pässe wie der Brenner im Osten oder der Große St. Bernhard im Westen nahmen früh eine Sonderstellung ein. Der Große St. Bernhard etwa wird erstmals um 200 v. Chr. im Zusammenhang mit dem karthagischen Feldherrn Hannibal, der den Pass mit seinem Heer und seinen Elefanten überquert haben soll, erwähnt. Von der römischen Antike bis ins Mittelalter war der Große St. Bernhard die wichtigste Verbindung nach Italien. Das änderte sich im 13. Jahrhundert, als mit dem Bau der Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht der St. Gotthard begehbar gemacht wurde. Eine Auswahl der wichtigsten alpenquerenden Verbindungen (von West nach Ost): Das Transitnetz durch die Alpen entwickelte sich im Laufe der Zeit immer rasanter: von schmalen Wegen für bepackte Maultiere und Pferde über frühe Passstraßen des 19. Jahrhunderts zu den mehrspurigen Autobahnen und Eisenbahnlinien des 20. Jahrhunderts. Die Eisenbahn hat im 19. Jahrhundert mit Pionierleistungen wie der Semmeringbahn als erster Passeisenbahn oder der Gotthardbahn mit ihren über 300 Brücken und 80 Tunnels zwischen Basel und Chiasso das moderne Transitzeitalter eingeläutet. Die erst später ausgebauten Pässe erhielten keine Schienen mehr, denn das Auto hatte inzwischen die Bahn verdrängt. Verkehrsprojekte in den Alpen waren und sind wegen Naturgefahren und der Topografie stets mit hohen Kosten und Gefahren verbunden, was sich auch am aktuellen Bau der NEAT in der Schweiz zeigt. Die zunehmende Umweltbelastung durch den motorisierten Transitverkehr hat in den letzten Jahren häufig zu Protesten der betroffenen Bevölkerung geführt (beispielsweise Straßenblockaden in Tirol, Savoyen, Piemont sowie Alpen-Initiative in der Schweiz). Bätzing weist in diesem Zusammenhang aber auch auf die Bedeutung der Änderungen der Infrastrukturen durch und für die "Einheimischen" hin. Politik Frühere Passstaaten Bäuerliche Zusammenschlüsse zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen führten im Spätmittelalter zur Herausbildung sogenannter Passstaaten, die sich über beide Seiten des Alpenkammes erstreckten. Neben dem „Bund von Briançon" gehören Savoyen, die Alte Eidgenossenschaft und Tirol dazu. Damit sollte alpines Freiheitsdenken analog den städtischen Freiheiten der Reichsstädte eingefordert werden. Diese Passstaaten kontrollierten durch ihre strategische Position den Transitverkehr und verlangten von Durchreisenden Zölle. Spätestens die Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts trachteten jedoch danach, den aus ihrer Sicht peripheren alpinen Raum einzubinden, so dass beispielsweise Tirol zwischen Österreich und Italien sowie Savoyen-Piemont zwischen Frankreich und Italien geteilt werden musste. Die Schweiz ist der einzige der alpinen Passstaaten, der bis heute überlebt hat. Der Staatenbund der Eidgenossenschaft wurde 1848 durch die Gründung des Bundesstaates in einen modernen Nationalstaat überführt. Regionale Zusammenarbeit Nach den Grenzbildungen im Zuge der Nationalisierung im Alpenraum bildet die grenzüberschreitende Zusammenarbeit seit ca. 1970 , vor dem Hintergrund des europäischen Binnenmarkts, einen Gegentrend. Mit der Alpenkonvention, der Arge Alp und der CIPRA sind wie in anderen Teilen Europas Gremien entstanden, die sich politisch mit den Problemen der Alpentäler sowie der alpennahen Zentren befassen. Panoramaaufnahme der Alpen Siehe auch Als übertragener Begriff wird "Alpen" auch als Bezeichnung für relativ niedrige Hügelketten u. ä. weitab von den europ. Alpen verwendet, die in ihrer Umgebung als deutliche Erhebung in Erscheinung treten. Beispiel: In Rixbeck (zu Lippstadt, NRW) die Rixbecker Alpen. Literatur Werner Bätzing: Die Alpen - Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft. C.H.Beck, 2003 - 3. A., ISBN 3-406-50185-0. (Wissenschaftl. Grundlagen. Das Standardwerk) Werner Bätzing: Bildatlas Alpen. Eine Kulturlandschaft im Portrait. Primus Verlag. 2005. 192 Seiten. ISBN 3896785273. Patrick Brauns: Die Berge rufen. Alpen Sprachen Mythen. Verlag Huber, Frauenfeld, 2002 (über Bergnamen und Sprachen im Alpenraum) Gerhard Leeb: Planet Alpen-Magazin - Das neue Bild vom Lebensraum, vierteljährliche Zeitschrift, Planet Alpen-Magazin. Uwe A. Oster: Wege über die Alpen. Von der Frühzeit bis heute. 160 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Darmstadt 2006, 3-89678-269-X. Claude Reichler: Entdeckung einer Landschaft. Reisende, Schriftsteller, Künstler und ihre Alpen. Rotpunkt-Verlag, Zürich 2005. Weblinks Aktuelles: Virtuelle Tour: Wissenschaft: Kultur: Organisationen: Bilder: Motorrad-Touren: Fußnoten
Ihr Wanderurlaub in den Tirole BergenAusganspunkt vieler AlpintourenWandern aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Wandern ist eine Form des Gehens, eine Sportart oder Freizeitbeschäftigung, die in der Natur ausgeübt wird. Bergwanderung Man unterscheidet dabei zwischen „zweckfreiem" und „zweckgebundenem" Wandern. Zweckfreies Wandern dient dem Selbstzweck, der Erbauung oder Ertüchtigung, während zweckgebundenes Wandern früher zumeist speziellere Gründe hatte wie Forschung, Arbeitssuche, Walz, Flucht oder Handel. Geschichte [Bearbeiten] Die neue Art der Fortbewegung, das Wandern, wurde zum Symbol der aufklärerischen Emanzipation des Bürgertums vom Adel. Aufrecht im Gang blickte man nun in die Welt und beobachtete Volk und Natur ungetrübt von Kutschenfenstern. Unzählige aufklärerische Wanderer erkundeten im dritten Drittel des 18. Jahrhunderts Europa zu Fuß und schrieben ihre Erkenntnisse möglichst objektiv nieder. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf den sozialen und politischen Gegebenheiten der durchwanderten Gebiete. Als schillerndstes Beispiel gilt oftmals der Leipziger Johann Gottfried Seume, der 1801 zu einer Fußreise nach Sizilien aufbrach und nach neun Monaten über Paris nach Leipzig zurückkehrte. Anschließend an die Aufklärung übernahmen die Romantiker das Wandern und prägten sein Bild bis heute. Im Unterschied zu den Aufklärern war ihr Blick nicht mehr auf die sozialen und politischen Gegebenheiten gerichtet, sondern primär auf die Landschaft als Spiegel des eigenen Inneren. Sie suchten die Einsamkeit, um in ihr den Kosmos in sich selber zu finden. Im 19. Jahrhundert wurden zunehmend weniger Städte erwandert, sondern man ließ sich in Kutschen oder mit der Eisenbahn zu den Ausgangspunkten in der Natur bringen, wo man auf immer mehr vorgegebenen Strecken lief. Wurden die Aufklärer noch angefeindet oder schief angeschaut, so machten die Romantiker das Wandern salonfähig. Ausgeschilderter, gut ausgebauter Wanderweg 1883 in Fulda gegründet, ist der Deutsche Wanderverband die Dachorganisation der Gebirgs- und Wandervereine in Deutschland. Seine Mitgliedsorganisationen markieren und betreuen ehrenamtlich ca. 200.000 km Wanderwege. Im Verband sind 56 Gebietsvereine mit insgesamt 600.000 Mitgliedern organisiert. Zu den Satzungsaufgaben gehören neben der Wegearbeit und der Pflege des Wanderns auch Naturschutz-, Jugend-, Familien- und Kulturarbeit. Die 1895 in Wien gegründeten Naturfreunde ermöglichten erstmals das Wandern für eine proletarische Schicht. Mit starker sozialistischer Prägung eröffneten sie erste Naturfreundehäuser, in denen proletarische Wanderer billig übernachten konnten. Heute gibt es in Deutschland rund 450 Naturfreundehäuser. Zur gleichen Zeit kam die Jugendbewegung auf, die 1901 in die Wandervogelbewegung mündete. Die Wandervögel waren meist jugendliche Schüler und Studenten, die aus den Städten in die Natur flohen und durch eine neue Lebensweise gegen die wilhelminische Gesellschaft aufbegehrten. Die Deutsche Wanderjugend (DWJ) betont die gesundheitsfördernde Wirkung des Barfußwanderns. Zahlreiche Barfußparks in Deutschland, Österreich und der Schweiz ermöglichen eine erste Barfußwandererfahrung unter den gesicherten Bedingungen einer gepflegten und vielseitigen Freizeitanlage. Auch eine Wattwanderung eignet sich in idealer Weise zum Barfußlaufen. Das Wandern im bergigen Gelände wird als Bergwandern bezeichnet, wobei die Grenzen zwischen Wandern, Bergwandern und Bergsteigen nicht genau definiert sind. Im Allgemeinen grenzt sich das Bergwandern vom Bergsteigen durch den Klettereinsatz ab, doch im Sprachgebrauch einiger Gebirgsländer wird von „Klettern" erst gesprochen, wenn man die Hände zuhilfe nehmen muss. 2005 gab es in Österreich 416 Tote bei Alpinunfällen, im gleichen Jahr beklagte man 764 Verkehrstote. In Tirol standen sich 179 Alpintote und 57 Verkehrstote gegenüber. Bezogen auf Österreich ereigneten sich die meisten tödlichen Unfälle beim Bergwandern (130), dann folgte Klettern (36), Hochtourenbergsteigen (29). Nach einer schweizerischen Studie kommt auf 7.143 Wanderstunden ein Unfall. So gesehen ist von gängigen Freizeitsportarten nur das Schwimmen sicherer, während das Verletzungsrisiko beim Wintersport das des Wanderns 7,5-fach übersteigt (Fußballspielen 18-fach). Ursache tödlicher Alpinunfälle sind in 64% Stolpern, Ausrutschen und Absturz, in 21% Erschöpfung und Überlastung, die restlichen 15% verteilen sich auf Orientierungsverlust, Versteigen, Stein- und Blitzschlag, Hitze- oder Kälteschäden oder Lawinen. [1] Momentan findet eine Auferstehung des Wanderns zu Bildungszwecken statt. Lehrpfade mit Informationstafeln ersetzten den Wanderführer als Wissensvermittler und ermöglichen ein selbst bestimmtes Lernen und in jeder Hinsicht den Fortschritt in der selbst gewählten Geschwindigkeit. Eine Sonderform sind die Planetenwege, die ein verkleinertes Modell des Sonnensystems darstellen und in der Regel mit einschlägigen Informationen aufwarten. Nachtwanderungen sind Wanderungen, die überwiegend bei Dunkelheit durchgeführt werden. Diese können auch einen religiösen Hintergrund haben, z. B. der Aufstieg zum Sri Pada in Sri Lanka. Unter der Anleitung Erwachsener sind Wanderungen dieser Art speziell bei Kinder- und Jugendgruppen im Rahmen von Klassenfahrten oder Ferienaufenthalten beliebt und gängige Praxis. Hierbei spielt der Wandergedanke gegenüber dem Gruseleffekt eine eher untergeordnete Rolle. Naturisten suchen auf Nacktwanderungen in klassischer FKK-Manier die „totale Freiheit und Naturverbundenheit". Um Missverständnisse zu vermeiden, bevorzugen sie dabei weniger frequentierte Strecken. Aus Finnland stammt das „ Nordic Walking", das als weitere gesundheitsfördernde Wanderart zunehmend Anhänger unter dem Begriff Nordic Trekking [2] findet. Diese Art der Bewegung mit Stöcken wurde dabei speziell auf die Wanderer abgestimmt und ist für lange Strecken geeignet. Hier geht es auch um den Geselligkeitsfaktor, denn die Wanderfreunde wollen sich während ihrer Touren auch unterhalten und die Natur genießen. Dennoch merken sie den Trainingseffekt durch den Einsatz der Stöcke in der Nordic-Walking-Technik. [3] Auf die Wandermönche zurückgehende Tradition des mehrtägigen bzw. sogar mehrwöchigen Unterwegsseins mit dem Ziel der Gottes-und/oder existenziellen Sinnsuche. Als Ziel für solche Wanderungen werden oft besondere Orte gewählt: Das sind einsame und entlegene Landschaften (z.B. das Gebirge bei Bergexerzitien), aber auch Pilger - und Wallfahrtsorte (z.B. Santiago di Compostella). Sportwandern beginnt bei organisierten Märschen ab 35 - 40 km. Dachverband in Österreich ist der ÖFS (Österreichischer Fachverband für Sportwandern, Weitwandern und Trekking, www.oefs.at. In der Schweiz oder Deutschland nehmen Sportwanderagenden Teilverbände des IVV (Internationalen Volkssportverband) wahr. Dieser Verband bietet im Allgemeinen Wanderstrecken über 5, 10 und 20 km an. Es werden aber auch längere Strecken, z.B. die Marathonstrecke (42 km) oder 50 km angeboten. Eine weitere Variante des Wanderns ist das Volkswandern. Bei einer Volkswanderveranstaltung werden verschieden lange Wanderstrecken angeboten, die man alleine oder in einer Gruppe durchwandern kann. Unterwegs gibt es in der Regel mehrere Verpflegungs- und Kontrollposten, so dass man kein schweres Gepäck mitnehmen muss. Viele Tourismusverbände bieten mehrtägige Touren an, bei denen das Gepäck der Wanderer gegen einen gewissen Aufpreis von Hotel zu Hotel transportiert wird. Häufig ist dies eine kreisförmige Route innerhalb eines bestimmten Gebietes (z.B. Schwarzwald, Pfälzer Wald, Fränkische Schweiz, etc.). Man kann sich auch auf eigene Faust eine Route zusammenstellen und bei den in Frage kommenden Hotels anfragen, ob der Gepäcktransport übernommen wird. Bei der Begehung von Weitwanderwegen, das sind einheitlich markierte bzw. beschilderte Wanderwege mit mindestens 40 km Weglänge, spricht man von weitwandern. Es setzt Ausdauer, Orientierungsgeschick und Organisationsgabe voraus. 1. ↑ Abgewandelt zitiert nach „Alpen tödlicher als Straßenverkehr", Medical Tribune, 12. Januar 2007, S. 12 Brigitte Wenninger: Der Eselsweg. Ein Wanderweg zum Genießen. CoCon-Verlag, Hanau Brigitte Wenninger: Quer durch den Spessart. Wanderungen entlang der Birkenhainer Straße. CoCon-Verlag, Hanau Knut Waldau, Helmut Betz: Berge sind stille Meister. München 2005, 2. Aufl. David Coulin: Die schönsten Gratwanderungen der Schweiz. AT-Verlag, 2005, ISBN 3-85502-936-9 David Anker, Eugen Hüsler: Wandern vertikal. Die Klettersteige der Schweiz. AT-Verlag, 2004, ISBN 3-85502-933-4 Heinz Staffelbach: Wandern und Geniessen in den Schweizer Alpen. AT-Verlag, 2006, ISBN 3-03800-208-9 Heinz Staffelbach: Urlandschaften der Schweiz - Die schönsten Wanderungen durch wilde Bergwelten. AT-Verlag, 2004, ISBN 3-85502-794-3 Spaziergang aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Ein Spaziergang (im 15. Jahrhundert von italienisch spaziare, ‚sich räumlich ausbreiten', ‚sich ergehen' entlehnt) ist das Gehen ("Ambulieren", "Flanieren") zum Zeitvertreib und zur Erbauung. Man kann z. B. im Wald, in Parks oder den Deich entlang, aber auch in Geschäftsvierteln der Stadt als Flaneur oder zum Schaufensterbummel spazieren. Spaziergänge können der Entspannung, der Erholung oder der beobachtenden und gedankenvollen Muße dienen. Menschen gehen auch wegen der Sonne, der frischen Luft, Bewegung und zum ‚Tapetenwechsel' spazieren. Ein Spazierstock erleichtert und beschwingt das Gehen. Historisches [Bearbeiten] Der Ursprung des Spaziergangs ist das aristokratische „Lustwandeln" in Gärten und Barockparks, später kam eine soziale Komponente hinzu (Kontakte knüpfen, ungestört Gespräche führen). Die Entwicklung von Parks oder Promenaden hängt unmittelbar mit dem Spaziergang zusammen. Unter Bürgerlichen ist er im 18. Jahrhundert in Mode gekommen. Als Brauch war er zu bestimmten Zeiten in Deutschland sehr verbreitet – so der Osterspaziergang (vgl. dazu Goethes Faust I) oder Pfingstspaziergang. Beim sonntäglichen ‚Familienspaziergang' konnte dessen Gemächlichkeit für Kinder recht quälend sein. Nicht-Europäer mit anderen Traditionen der Muße halten den Spaziergang häufig für eine unnütze Beschäftigung. Manche Orte mit touristischer Bedeutung, Kurorte und Seebäder, haben meist Promenaden, auf denen man spaziert ( promeniert oder flaniert). In Kurorten wurden hierfür eigens Rundwege angelegt, die Spaziergänge genannt wurden. Das langsame Gehen war ein wichtiger Bestandteil der Trinkkur. In Diktaturen wird die Form des Spaziergangs seiner Unabhörbarkeit wegen geschätzt. Nimmt man einen Hund zum Spaziergang ‚um den Block' mit, so spricht man auch vom „Gassi gehen"; hier verwischt sich freilich die Grenze zwischen Spazier- und Pflichtgang. Der Spaziergang in Literatur und Bildender Kunst [ Bearbeiten] Ein berühmter Spaziergänger war Goethe ( Ich ging im Walde so für mich hin, nach nichts zu suchen, das war mein Sinn.). An seiner bevorzugten Ruhebank im Frankfurter Stadtwald wurde später der Goetheturm errichtet. Literarisch bedeutsam wurde Der Spaziergang durch Friedrich Schillers Elegie (so der ursprüngliche Titel), worin Schiller anhand des Beobachtens und Nachsinnens des bergauf Ziehenden seine eigene Natur- und Geschichtsphilosophie entfaltet. Das Gedicht schließt mit der befreienden Zeile Und die Sonne Homers, siehe! sie lächelt auch uns. ( Siehe auch Homer.) Zum Beispiel eines solchen damals noch üblichen Riesenspaziergangs vgl. links das romantische Gemälde von Caspar David Friedrich. Auch haben dem Spaziergang z. B. Joseph von Eichendorff ( O Täler weit und Höhen, | o frischer grüner Wald, | du meiner Lust und Wehen | andächt'ger Aufenthalt) und Adalbert Stifter (Der Waldgang) in ihren Werken viel Raum gegeben. |